Kapitel 2 : Entwicklung von Düsternbrook
Als ich 1982 nach zwölf Jahren beruflicher Tätigkeit in Deutschland nach Namibia zurückkehrte, wurde mir zunehmend bewusst, dass die traditionelle Rinderwirtschaft in den trockenen Regionen Namibias langfristig an Grenzen stößt.
Wiederkehrende Dürren, schwankende Einkommen und der hohe Druck auf die Weideflächen machten deutlich, dass neue Wege notwendig waren.
1986 übernahm ich die Leitung der Farm. Zunächst wurde die Rinderwirtschaft weitergeführt, doch gleichzeitig begann ich nach Möglichkeiten zu suchen, die natürlichen Voraussetzungen der Region besser zu nutzen.
Mein Gedanke war einfach: Wildtiere leben seit Jahrtausenden unter den klimatischen Bedingungen des südlichen Afrikas. Sie sind besser an Trockenheit angepasst, nutzen unterschiedliche Nahrungsquellen und ermöglichen eine deutlich größere Artenvielfalt als eine reine Rinderhaltung.
1996 begann ich deshalb mit den ersten 300 Hektar wildsicher eingezäunter Fläche. Die ersten neu angesiedelten Wildarten waren Giraffen, Eland, Springböcke und Strausse. Damit begann die schrittweise Entwicklung Düsternbrooks von einer klassischen Rinderfarm zu einer Wildfarm und später zu einem privaten Wild- und Naturschutzreservat.


