Geschichte Namibias
Namibia ist eines der dünnbesiedelsten
Länder der Welt und wurde in seiner Geschichte durch verschiedene Völker
geprägt. Ursprünglich lebten hier nur die Damara (Bergdamara) und die
San (Buschleute) in den zentralen Teilen des Landes. Verschiedene Völker,
so z.B. die Ovambo, wanderten erst im Laufe der späteren Jahrhunderte vom
Norden nach Namibia ein. Verdrängt wurden die Damara und San, die nicht hierarchisch
strukturiert waren, durch die Herero, die auch von Nordosten in das Land einwanderten
(= erste Phase einer afrikanischen Kolonialisierung in Namibia). Vom Süden
wanderten die Khoi-Khoi (Nama) ein, die auf ihrem Weg nach Norden in der Mitte
des Landes auf die Hereros stießen. Es erfolgten heftige Kämpfe, wobei sich die
Herero kaum gegen den Namaführer Jan Jonker Afrikaner durchsetzen konnten.
Mit der Ankunft der Missionare, zunächst im Süden und später in
den zentralen Landesteilen, wurde die Kolonisation durch die Europäer eingeleitet.
So wurde ab 1885 das damalige Südwestafrika eine deutsche Kolonie für ca.
30 Jahre.
Nach dem Ersten Weltkrieg war Namibia für über 70 Jahre
ein Protektorat von Südafrika, bis im März 1990 offiziell die Unabhängigkeit
erklärt wurde. Heute regiert die SWAPO deren Wähler hauptsächlich
Ovambo aus dem Norden des Landes sind.
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Geschichte der Gästefarm Düsternbrook
In der
Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die heutige Gästefarm Düsternbrook
bei Windhoek erstmals unter dem Namen "Otjihorongo" (oder Ozohorongo)
von den Forschern Chapman und Baines in der Mitte des vorigen Jahrhunderts erwähnt.
Otjihorongo heisst in Deutsche übersetzt 'der Platz des Kudus'. Otjihorongo
liegt am alten Bayweg, der ursprünglich eine Verbindung zwischen den Missionstationen
war, sich aber dann zur Hauptversorgungsroute, mit Ochsenwagen als Transportmittel
von Walvis Bay, an der Küste, bis ins Landesinnere entwickelte.
Eine
Quelle auf Otjihorongo "Dabi poort" diente unter Jan Jonker Afrikaner, dem Führer
der Nama, als erste "veterinäre" Quarantänestation im Land, um der Ausweitung
der Lungenseuche, die von Südafrika eingeschlept worden war, zu begegnen.
In "Dabi poort" mussten die Ochsen der Ochsenwagen (der gefährdete "Treibstoff"
der damaligen Zeit) auf dem Weg nach Süden durch neue Ochsen von Jonker ausgewechselt
werden. Jonker Afrikaner liess sich das gut bezahlen.
1908 kaufte Kapitän
Leutnant A.D. Matthiesen die Farm und benannte sie nach seiner Heimat Düsternbrook,
einem Vorort von Kiel. 1942 wurde die Farm an Familie Vaatz verkauft. Anfang der
50er Jahre wurde das Farmhaus zu seinem heutigen Zustand renoviert und ausgebaut.
Gästefarm Düsternbrook ist eine Rinderfarm mit 12'000 ha und diente
zur Rinderzucht, anfangs auch der Milchwirtschaft. Durch den Ausbruch der Maul-
und Klauenseuche 1962 und dem damit verbundenen Verbot, Rinder zu verkaufen, gründete
Marga Vaatz die erste Jagd- und Gästefarm Namibias. Dieses Einbringen von
Vielfalt in die Landbewirtschaftung war ein wichtiger Schritt und eine sehr fortschrittliche
Maßnahme und ausserdem der Anfang einer neuen Entwicklung, die heute nicht mehr
wegzudenken ist. (Heute gibt est über 200 Gästefarmen und Lodges und mehr
als 400 Jagdfarmen in Namibia). Nach 12 Jahren wurde der Gästefarmbetrieb
wieder eingestellt und in den darauffolgenden 20 Jahren wurde die Farm hauptsächlich
als Rinderfarm und nebensächlich als nachhaltige Jagdfarm betrieben.
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Was ist eine Gästefarm?
Eine Gästefarm ist eine eigene
namibische Entwicklung, die man kaum in anderen Reiseländern antrifft und nicht
etwa mit "Ferien auf dem Bauernhof" verglichen werden kann. Das wäre, als
ob man Birnen mit Äpfeln vergleichen würde. Allein bei der Grösse
zwischen einer Farm und einem Bauernhof liegen Welten. Ein grosser Teil von Namibia
besteht aus Rinder- und Schaffarmen.
Eine Gästefarm ist ein Farmbetrieb,
der zusätzlich Unterbringungsmöglichkeiten mit Voll- oder Halbpension
anbietet. Vom Gesetzgeber müssen diese Unterkünfte einem Minimumstandard
genügen, mit derzeitig mindestens 5 Zimmern. Somit sind Gästefarmen
eher auf den Individualtourismus ausgerichtet und können, wegen ihrer Grösse,
normalerweise nicht von Busgruppen angefahren werden.
Eine Gästefarm
ist immer ein sehr familiärer Betrieb der sehr persönlich geführt.
Er bietet engen Kontakt zum Besitzer und zu Mitarbeitern. In der Regel isst man
gemeinsam mit dem Farmer und anderen Gästen und erfährt so mehr über
Land und Leute. Als Freizeitbeschäftigung werden in der Regel Wanderwege,
Reiten, einfache Farmrundfahrten oder Wildbeobachtungsfahrten angeboten. Im letzteren
Fall haben sich die Besitzer bemüht wieder Wild einzubürgern das während
der Kolonialzeit verdrängt worden war.
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Schonende Jagd
Das südliche Afrika ist weltbekannt
geworden für seinen erfolgreichen Naturschutz und für sein Wildmanagement
im besonderen. Der Erfolgsschlüssel dazu ist die nachhaltige Nutzung des
Wildes. Namibia ist eines der führenden Länder in diesem Zusammenhang.
In Namibia und als erste Farm wurde hier mit einer sehr schonenden Trophäenjagd
Anfang der 60er Jahre begonnen, als aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche
Farmer keine Rinder mehr verkaufen durften. Not macht bekanntlich erfinderisch.
Marga Vaatz, die Mutter des heutigen Besitzers, hat sich so nach alternativen
Landnutzungs- und Einkommensmöglichkeiten umgesehen und fing zuerst mit einer
Kindergästefarm an (Was machen berufstätige Frauen mit Ihren Kindern
in den Ferien?), in der weiteren Entwicklung wurde dann die erste Jagd- und Gästefarm
gegründet. Der Gedanke fand Anklang und es kamen mehr Farmen dazu. Als Folge dieser
positiven Entwicklung entschloss sich die damalige noch sehr kleine Naturschutzbehhörde
zu einem Schritt mit sehr weitreichen Folgen: Als erstes Land im südlichen Afrika
wurde in Namibia 1967 der Farmer zum Eigentümer des Wildes erklärt.
Das war der Grundstein dafür, dasa immer mehr und mehr Jagdfarmen gegründet
wurden. Bevor mit der Trophäenjagd begonnen wurde, war das Wild einer grossen
Konkurrenz in Hinsicht auf Futter der staatlich subventionierten Rinderwirtschaft
ausgesetzt. Mit der Trophäenjagd hingegen bekam das Wild unvermittelt einen
Wert, über den reinen Fleischwert hinaus, zugewiesen und konnte so mit der Rinderwirtschaft
konkurrieren. Farmer wurden schnell auf diese Tatsache aufmerksam und begannen,
ihr Wild zu hegen. Seitdem haben die Wildzahlen und die Artenvielfalt ständig
zugenommen. So sind auch viele früher hier heimische Wildarten wieder eingesetzt
worden.
Heute ist die gut organisierte Jagd ein wichtiger Wirtschaftszweig
in Namibia und es gibt inzwischen über 400 Jagdfarmen in Namibia, die ganz erheblich
zur Stabilität in der Landwirtschaft beitragen und Arbeitsplätze auf dem Lande
sichern. Als letzte Entwicklung wegen diese Erfolges, das dem Landnutzer auch
die Wildnutzungstrechte gehören sollten, wurden die kommunalen Hegegebiete
gegründet. Das Einkommen des Wildes entweder durch Fototourismus oder nachhaltigem
Jagdtourismus fliesst nun nicht mehr in die Staatskassen, sondern zurück
in die Komune. Selbst wenn es hier in Namibia noch einige "Kinderkrankheiten"
gibt kann man ohne wenn und aber sagen: es war der richtige Schritt. Auch haben
sich auf dem privaten Sektor Farmer zusammen geschlossen und grosse Hegegebiete
gegründet. Wir sind z.B. Mitglied der Khomas Hochland Conservancy.
Wir auf der Gäste- und Jagdfarm Düsternbrook führen eine begrenzte
und nachhaltige Trophäenjagd durch. Sie dient auch zur Fleischversorgung
für unsere Arbeiter, die Küche und die Leoparden und Geparden. Das dadurch
generierte Einkommen wird in die Natur 'zurückinvestiert' in der Form, dass Wild,
das ehemals hier vorkam, gekauft und wieder eingebürgert wird. So z.B. Giraffen,
Eland, Springböcke, Zebras, Kuhantilopen, Strauße und seit 2004 auch
das Breitmaulnashorn.
Warum Gästefarm Düsternbrook nähe
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