Liebe Besucher,

 

26.08.2010. Liebe Gäste und Leser,

Leopard. Wo der freilaufende Leopard ( siehe unten) sich herumgetrieben hat war spannend zu beobachten. Man hat genau gesehen wenn er etwas gerissen hatte dann blieb er dort ein paar Tage und zog dann ziemlich flott weiter. So hat er sich ca. 6 Wochen hier im Gebiet aufgehalten im Umkreis von 20 km, dann jedoch hat es ihn plötzlich nach Süden gezogen. Keiner hätte gedacht das er von hier fast 100 km !!! immer durch die Berge nach Süden läuft. Leider habe ich nun seit dem 15.7.2010 kein Signal mehr von ihm sodass ich jetzt nicht weiss was mit ihm passiert ist.Kein Signal heisst nicht unbedingt tod sondern er ist jedenfalls nicht im Handyempfangsbereich. Kollegen haben mir erzählt das sie auch schonmal Geparden hatten die plötzlich 3 Monate verschwunden waren und dann wieder aufgetaucht sind.

Meinen anderen beiden Leoparden am Haus und den Geparden geht es aber Bestens, es sind wirklich wunderschöne Tiere. Da die Leoparden noch nicht ganz ausgewachsen sind werden wachsen sie halt immer noch. Die Fotografen ob privat oder Profi haben jedenfalls immer die grösste Freude bei den Fotosessions. Neulich haben Gäste beim early mountain drive ein freilaufendes Leopardenweibchen und zwei Junge gesehen und bei einem Game drive wurden freilaufende Geparden gesehen. Freilaufende Geparde wurden hier schon sehr lange nicht mehr gesehen und das ist jetzt ein gutes Zeichen das sich die Gepardenpopulation in Namibia erholt.

Rhinotracking. Das Rhinotrecking wird auch immer mehr angenommen. Es gibt Stellen in Namibia da kommen die Rhinos ans Auto gelaufen, das ist manchen Gästen aber zu Zoohaft. Bei mir sieht die Nashörner auf dem Gamedrive ziemlich selten. Sehr spannend wird es daher dann beim tracking wo frische Spuren gesucht werden die dann verfolgt werden bis man die Nashöner findet. Natürlich kann ich das nicht 100% garantieren. Die Rückmeldungen die ich bekomme sind positiv weil es eben so sehr spannender und natürlich authentischer ist.

Chalet am Damm.Unser Chalet am Damm ist nun auch fertig eingerichtet. Es hat zwei Betten, ein kleines Badezimmer und eine Balkon mit Blick auf das Wasser. Man kann sich entweder selber versorgen, oder wir geben ihnen etwas mit. Grill und Feuerstelle sind vorhanden oder sie kommen zum Dinner ans Haus es sind ja nur 3 km weg vom Farmhaus. Die ersten Gäste waren jedenfalls begeistert. Das Chalet kostet all inclusive, als Einführungspreis N$ 800.00/Person. Dinner, Chaletübernachtung, Frühstück, Cheetah und Leopard drive und Game drive.

Campingplatz. Am Campingplatz hat sich auch etwas getan. Erstens haben wir jetzt 3 verteilte Lichtpunkte und Steckdosen. Jeder Stellplatz hat nun auch eine gemauerte Feuerstelle. Ausserdem haben wir 4 neue Stellplätze aber "draussen" am Flussbett entlang mit wunderschönen Blick in die Landschaft und natürlich auch eigener Feuerstelle aber kein Licht. Jeder Aussenstellplatz ist ca 80m bis 100 m vom anderen entfernt. Man hat hier nun eher das Gefühl "wild" zu campen als auf einem Campinplatz zu sein. Jetzt ist für jeden was dabei.

Praktischer Hinweis.Ich habe neulich gemerkt das sich manche nicht richtig informieren. Gäste hatten einen relativ neuen Reiseführer aber mit alten Preisen. Mit alt meine mindestens 4 bis 5 Jahre alt.Mir wird dann vorgeworfen warum ich denn meine Preise so stark angehoben habe. Das war natürlich nicht der Fall und ich konnte es anhand von alten Preislisten belegen. Weder ich noch sonst jemand hat einen finalen Einfluss auf die Preise in Reiseführern. Es werden zwar oft Preise angefragt aber ob die dann immer so im Reiseführer erscheinen darauf haben wir keinen Einfluss mehr und es kommen auch Druckfehler vor. Aktuelle Preise sollte man sich immer aus dem Internet holen. Als gutes Beispiel möchte ich anführen. Der neueste Reiseführer von Iwanowski : Die schönsten 101 Gästefarmen und Lodges von Namibia oder so ähnlich, da ist richtig gut recherchiert worden und da steht dann auch alles richtig und auch mit richtigen Preisen drin. Super, echt gutes Buch

Preise: Ganz allgemein in Art Inselsituationen wie Farmen oder abgelegene Gebiete, können sich Preise logischer weise nicht nur auf das reine Zimmer oder nur der Campingplatz beziehen sondern auch : wie ist die Unterbringung und Versorgung der Mitarbeiter, die Lohnstruktur und Einstellung zur Umwelt nur um ein paar Kriterien zu nennen. Beispiel: wird der Müll nur irgendwo und am einfachsten "unsichtbar" vergraben oder wird er verünftig versorgt und re-cycling zugeführt usw. so gäbe es noch einige Dinge die zu beachten sind. Wie sollte es denn auch anders sein ? bei mir biete ich Modulhaft Einzelpreise aber auch immer ein Package an wo eben mehr drin ist. Am teuersten ist immer der Einzelpreis. Wenn man bei z.B. das Campingpackage nimmt und mit den Einzelpreisen vergleicht ist es soviel billiger das reine Camping quasi umsonst ist. Das gleiche gilt auch für Zimmer nur B&B ist relativ teurer als das Zimmerpackage. Ich denke mit meinem Packageangebot kann ich landesweit sehr sehr gut konkurieren.

Sonderangebote: Achten Sie immer auf Sonderangebote hier oder in der Preisliste oder im on-line echtzeit Buchungssystem besonders wenn es um mehrere Nächte geht. Als Beispiel biete ich nun ein Zimmerpackage mit Farm und Swakopmund an. Ich habe festgestellt das viele mindestens auch zwei Nächte in Swakopmund verbringen. Meisstens ist es auch besser sich zwei Tage zu aklimatisieren oder viel wollen am Ende der Reise zwei Tage zum ausklingen. Diese package ist auch interesant wennjemand nicht links fahren möchte oder wenn er an einem Ort ist sich die Kosten vom Leihwagen sparen möchte da kommen z.B hier 5 Tage zusammen. Wie funktioniert das also? Wenn Sie drei Nächte FI (fully inclisive) im Zimmer auf Düsternbrook buchen bekommen Sie 2 Nächte in Swakopmund frei in einer Ferienwohnung, die ganz zentral gelegen ist wo Sie sich entweder selber versorgen können, der Spar ist ganz nah d.h. nur 4 Minuten weg, alles andere ist vorhanden. oder sie gehen Essen in Swakopmund, alles ist locker zu Fuss zu erreichen. Stadtmitte 5 Minuten zu Fuss, der Supermarkt 4 Minuten und die Restaurants auch nur 5 bis 10 Minuten weg. Die 3 Nächte sind flexibel sinnvoll ist jedoch entweder 2 Nächte am Anfang oder am Ende der Reise und eine Nacht am Anfang oder Ende der Reise. Sie bekommen hier oder in Swakopmund den Schlüssel und Bettwäsche dann machen Sie Ihre Namibiatour und kommen irgendwann in Swakopmund vorbei, wohnen dort usw. und am Ende der Reise bringen Sie wieder Schlüssel und Bettwäsche vorbei. Weil es frei ist muss man wie zu Hause oder auch bei anderen Ferienwohnungen vor verlassen der Wohnung selber putzen. Man kann aber von hier mit dem shuttle nach Swakopmund fahren und sich vor der Tür absetzten lassen dann dort zwei Tage verbringen und erst sich dann einen Leiwagen mieten um nach Etoscha oder Sossusvlei zu fahren. Wenn Sie daran interesse haben dann schreiben sie mir am besten direkt unter johann.v@mweb.com.na.

Internet.Wie heisst es so schön. Wenn man nicht mit der Zet geht, geht man mit der Zeit. Wir hatten ja schon hier schon ein sehr gutes Handynetz und einen Hotspot für Internetuser. Besser noch sich sofort ein Modem von MTC ( unser Funknetzt) besorgen damit kommen sie dann fast überall sehr gut ins Internet. Mit Telecom habe ich das nun nochmal verbessert, besser oder schneller geht es jetzt hier in Namibia auf dem Land nicht mehr. Jetzt ist ein öffentlicher Internetplatz nicht mehr weit weg.Immer mehr Gäste wollen halt mal schnell ihre mails abrufen oder einen Flug bestätigen oder eine Buchung machen usw.

Ja das ist jetzt erstmal das Neueste von Düsternbrook.

Ihnen alles gute und wenn Sie nach Namibia kommen wünsche ich Ihnen jetzt schon ein gute Reise.

Ihr Johann Vaatz

21.05.2010. Liebe Gäste und Leser.

Diesmal gibt es wieder etwas zu berichten.

Solarenergie. So die Anlage läuft jetzt seit zwei Wochen. Sie deckt also Tagsüber gerade so unseren Bedarf ab weil ich ja nichts von unserer Stromversorgungsfirma zurückbekomme. Wenn Sie selber Solar auf dem Dach haben freuen sie sich wenn sie mehr bekommen als sie zahlen müssen. Das ist der Unterschied zwischen Geberland und Entwicklungsland. Ihnen wird gegeben d.h ein Teil der Kosten wird von der gesamten Bevölkerung getragen und bei uns wird NICHT entwickelt. Denn rechnen tut es bei uns nur folgendermassen nach jetztigen Strompreisen, die gerade erhöht wurden dauert es ungefähr 44 Jahre bis ich durch ersparnis die Kosten raushabe. Bei Ihnen bekommen die Stromlieferanten ungefähr dreimal soviel wie sie selber zahlen dann wären wir bei ungefähr 14 Jahren. Das lohnt sich mehr. Das nur zur Solarenergie im Sonnenland.

Leopard: Seid dem 15.Mai haben wir nun einen freilaufender Leopard mit einem Senderhalsband der alle 4 Stunden wenn er im Handybereich GPS Ko-ordinaten durch schickt die man dann auf einer Karten aufzeichen kann oder man kann es sogar auf Google earth sehen wo er sich im Gelände befindet.Das ist jedenfall sehr sehr spannend das zu verfolgen und man so genau sein Homerange feststellen. Interesierte Wildlife Studenten könnten hieraus ein Projekt machen und dies Daten auswerten. Wir bekommen auch Temperatur und höhe angegeben. Das einzige Problem sind die Kosten vom Halsband ca. Euro 1300.00. Also wenn jemand diese Daten haben möchte besser ist es natürlich wenn es mehr sind dann wird es für jeden günstiger. Wenn Sie auf meine Eco seite sehen dann werden sie sehen was für Projekte hier Voluntäre alles hier machen und schon gemacht haben. Alles sehr spannend. Gerade jetzt die zwei Australier haben hier einiges interessantes gemacht in Bezug auf Naturleben. Momentan habe ich 18 Ko-ordinaten weil manchmal ist er auch nicht im Empfangsbereich. Aber von dem Leopard werden sie sicher noch einges hören.

Python: Ich habe neulich das erste mal im Gelände hier, das ist ganz ganz ungewöhnlich eine Python gesehen ungefähr 2.5 Meter lang. jetzt lebe ich schon soviele Jahre auf dieser Farm habe meine gesamte Kindheit hier verbracht und sehe jetzt zum erstenmal so ein schönes Tier. Das ist doch das schöne im Leben diese ungewöhnlichen Überaschungen.

Viele Grüsse

Ihr Johann Vaatz

16.04.2010. Immerhin habe ich es diesmal geschafft nicht so eine lange Pause zwischen den news zu machen.Was gibt es Neues? Die Rhinos sind in letzter Zeit wieder öfter gesehen worden weil sie das Gebiet gewechselt haben und somit habe ich nun auch ein Bild von der Mutter und dem kleinen das ein Gast machen konnte. Regenzeit bei uns. Der Janaur wie schon gesagt sehr gut aber Februar und März nicht sonderlich aber es kann in der Summe kein schlechtes Jahr mehr werden. Im Norden dagegen steht wieder alles unter Wasser.Momentan habe ich hier zwei Wildlife Biologen aus Australien als Voluntäre die hier sehr interessante Projekte machen u.a. hatten wir schon letztes Jahr einem freilaufenden Leoparden mit einem Sendehalsband versehen und die beiden Biologen suchen ihn nun täglich und finden ihn auch und haben nun eine Karte mit GPS Ko-ordinaten erstellt von seinem Heimatgebiet. Ausserdem haben sie einige Trap-cameras im Gelände an Wildwechsel aufgestellt um einfach mal zu sehen was sich da so tut und sie machen regelmaessig night drives um zu sehen welche Tiere oder besser welche Nachttiere sich hier befinden....und siehe da sie haben Tiere gesehen wie z.B. Rotkatze ( Luchs oder auch caracal genannt ) oder auch Serval die ich bisher hier am Tage noch nie gesehen habe. Das ist natürlich alles sehr interessant und es wird eine gute Grundlage geschaffen für weitere Voluntäre die gerne wissentschaftlich auf diesem Sektor arbeiten wollen. Das teure ist immer die Ausrüstung wie ein Sendehalsband, Empfänger, Kameras usw. Wer immer auch hier Interesse hat müsste entweder Equipment mitbringen das dann hier bleibt quasi als Spende oder einen Nutzungsbeitrag leisten für die Gerätschaften die ich hier habe. So wird es dann mit der Zeit immer besser. Die Grundlage oder das Fundament für weitere Arbeiten ist auf jedenfall jetzt erstmal geschaffen worden. Momentan haben wir: 4 x 4 Fahrzeuge, eine Richtantenne und Digitalempfänger und verschiedene Kameras, hier gibt es bessere und schlechtere, man lernt halt auch dazu. Das zu diesem Thema für wen es auch interessant sein mag.

Solarenergie: Wir sind jetzt gerade dabei eine basische Solaranlage auf das grosse Scheunendach zu montieren um aus Sonnenlicht Strom zu erzeugen. Die Anlage wird nur 3 kW pro Phase haben und ich darf gespannt sein um wieviel sich die Stromrechnung pro Monat reduziert leider gibt es im Sonnenland keine Hilfe vom Staat. Unser Stromversorgungsunternehmen hat sich zwar auf die Fahne geschrieben etwas für alternative Energie zu tun aber ausser frommer Worte und bla bla wird das wohl nichts. Wenn wundert es...Afrika steht weltweit immer an hinterste Stelle nicht weil Dinge nicht möglich sind nein weil nichts gemacht wird das ist der Kern der Situation. Ich wollte vom dem Stromversorgungsunternehmen nichts geschenkt bekommen sondern nur einen Stromzähler der Vor-und Rückwärts läuft d.h wenn ich Strom liefere wird es abgezogen und wenn ich Strom ziehen muss ich zahlen das finde ich einen ganz fairen deal. Aber es passiert nichts man bekommt keine Antwort und wenn dann nur mit viel Gummi versetzt d.h nichts sagend und dehnbar.

damit verbleibe ich für heute und grüsse Sie herzlich

Johann Vaatz

23.01.2010. Obwohl wir jetzt schon mitte Januar haben ich wünsche allen ein Frohes Neues Jahr. Ich darf garnicht auf das untere Datum schauen das ich solange hier keine Neuigkeiten notiert habe, als ob hier nichts passiert ist. Zunächst einmal dem Rhinobaby geht es gut aber es ist nicht leicht zu sehen....jetzt ist es schon halbhoch. Wir bieten ja auch Rhinotracking an und Ammon unserer Guide findet es, sagen wir, von 5 Touren 3 mal.

Vom online buchen wird auch immer mehr gebrauch gemacht da man ja gleich sieht ob etwas frei ist. Es ist sehr praktisch und erleichtert das planen.Ich kann dort auch besser Sonderangebote anbieten und deswegen lohnt es sich auf jeden Fall dort mal reinzuschauen besonders wenn Sie länger als nur eine Nacht bleiben wollen was besonders am anfang der Reise zu empfehlen ist, das jedenfalls sagen mir immer wieder Gäste und deswegen gibt es dafür jetzt ein Sonderangebot.

Traurige Nachrichten sind das ich im Mai 2009 mein Leopardenweibchen Gina verloren habe. Sie wurde von einem anderen Leoparden totgebissen. Das ist mir noch nie passiert und normal kann man sich das auch nicht vorstellen aber es ist so. Jetzt habe ich nur noch Leopard Rex. Und letzte Woche hat sich ein Warzenschwein ins Gepardengehege gewühlt und die Geparden haben sich auf das Schwein gestürzt . Das Schwein hat sich aber gewehrt und einen Geparden so verletzt und ihm quasi den Magen aufgeschlitzt woran er dann eingegangen ist. Am Samstag nachmittag war auch kein entsprechender Tierarzt zu erreichen und am näschsten morgen war der Gepard leider tod. Das sind immer grosse und sehr schmerzliche Verluste.

Aber es gibt auch etwas Positives zu berichten. Nachdem wir eine sehr schlechte kleine Regenzeit hatten und uns ein Wetterfachmann noch Anfang Dezember gesagt hat die Zeiten stehen sehr schlecht das wir also vor Ende Januar keinen Regen erwarten dürfen hat es dann doch früher angefangen zu regnen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht weil besonders die Elenantilopen sahen sehr schlecht aus und wir hatten aber schon viele kleine Kälber. Seid Ende Dezember hat es nun sehr gut geregnet und alles sieht super grün aus und alle Tiere sind aus dem Schneider. Das ist schonmal sehr beruhigend.

Was gibt es Neues? Wir haben im Hof jetzt einen kleinen Handysignalverstärker sodass man jetzt überall sehr guten Empfang hat. Mit Laptop und Modem kann man also auch seine mails abrufen. Das Modem muss man sich in Windhoek bei mtc ( so heisst der Anbieter) besorgen, aber ich habe auch WLAN.

Neu ist auch besonders für Camper ( aber es können auch Andere benutzen) ein Chalet das ich am Damm gebaut habe. Das ist quasi eine Holzhütte auf Beinen mit Superlage an einer Farmtalsperre und Blick auf das Wasser. Komfortstufe gering aber mehr wie normales Camping. Es hat ein schlichtes Badezimmer mit Dusche, Toilette und Waschbecken, es hat ein Raum und Platz für 4 Personen oder Familie mit Kindern. Es hat nur Solarlicht. Es hat eine Terrasse mit Blick auf das Wasser. Eigentlich für Selbstversorger wie beim Camping, aber man kann auch bei uns Essen und Frühstücken oder das man sich von uns etwas mitnimmt und dort dann sich etwas dazu grillt. Also alles sehr flexibel für Camper sowieso aber für Nichtcamper geht es auch. Es ist nur 3 km vom Farmhaus entfernt aber die Lage, Ruhe und Möglichkeit zum Wandern ist super toll. Da können Sie gut entspannen!! Wir sagen ein "Chalet zum Chillen".

Camping Landrover zum Mieten.Ein bekannter von mir hat hier einen vollausgerüsteten Camping Land-Rover stehen. Der Wagen hat wirklich alles drin.Deutsche Gründlickeit. Platz hat er für zwei Personen und ein kleines Kind sagen wir bis ca. 10 Jahre. Kosten Euro 120 pro Tag und Euro 3000.00 deposit die dann später verrechnet werden. Bedingung ist auch hier die erste und letzte Nacht zu verbringen, also abholen und abgeben. Wir lassen Sie vom Airport abholen uhd bringen Sie auch wieder zurück. Das ganze geschäftliche müssen Sie mit Herrn Gert Maennicke in Frankfuerth regeln.email:gert@maehnicke.com oder seine website mit Bildern : www.landy-camper.com.

Positiv ist auch das wir im November 2009 wieder von der Hotelvereinigung mit einem Silveraward ausgezeichnt wurden. Silber, nach deren Bewertung, ist das 90 bis 95 % der Gäste hier sehr zufrieden waren. Darüber sind wir natürlich sehr erfreut.

Auf dieser Note möchte ich mich dann auch heute verabschieden.

Viele Grüsse und alles Gute

Johann Vaatz

16.5.2009 Zuerst die unsere kleine Sensation: Wir haben endlich ein Rhinobaby bekommen!! Seid August 2004 habe ich die Nashörner und nun hat es endlich geklappt.Ein Nashorn trägt ja 16 Monate. Die Nashornkuh ist noch sehr vorsichtig d.h man sieht sie nicht oft und das Kleine ist noch so klein (3 Wochen) das der Rücken kaum aus dem Gras herausschaut.

Ab Mai kann man jetzt auch direkt online buchend.h Sie sehen sofort und wann was noch frei ist und können es gleich buchen. Das spart also langes hin und her mailen. Weiterhin gibt es jetzt zum downloaden eine Anfahrzkizze und auch eine online Brochure falls man diese Bekannten oder wie auch immer verwenden will. Ansonsten hatten wir eine sehr gute Regenzeit das Land sieht sieht einfach super aus und somit auch die Tiere.

Mehr is momentan nicht an Besonderheiten zu berichten.

Ganz herzliche Grüsse Johann Vaatz
10.2.2009. Jetzt sind wieder einige Monate ins Land gegangen, aber 2008 hat es ganz schön in sich gehabt.Positiv und Negativ. In der Summe muss ich sagen lief es aber sehr gut. Touristisch waren wir und Namibia sehr beschäftigt besonders die letzten beiden Jahre. Dieses Jahr 2009 sieht es etwas ruhiger aus sicher wegen der Finanzkrise, obwohl es nur jetzt nur am Anfang des Jahres, Januar und Februar, so sehr ruhig aussieht. 2008 habe ich einiges investiert was ich finde auch sehr nötig war. Ich habe z.B. mir einen anständigen Wildbeobachtungswagen zugelegt, meine anderen Autos waren teilweise einfach zu alt. Dann habe ich meine Küche umgebaut. Die alte Farmküche war nun auch schon 50 Jahre und die Erneuerung und auch Vergrösserung hat ihr sehr gut getan, man sieht dem Haus den Anbau nicht an, im Gegenteil, es sieht sogar besser aus. Für das Abwasser, um es noch sauberer der Natur zurück zu führen, habe ich hinter die Sickergruben eine zentrale Kläranlage gebaut. Ich bin so froh das es nun alles fertig ist. Dann habe ich mit den Voluntären einiges auf dem Umweltsektor getan und im November mich um die 4te Blume im ECO award beworben und sie auch erhalten. Damit bin ich nun die einzige Gästefarm in Namibia die diese hohe Auszeichnung erhalten hat, es gibt vielleicht noch eine Wilderniss Lodge in Namibia aber sonst niemand darauf können wir recht stolz sein, weil es eben nicht nur die Umwelt ist die da bewertet wird.

Anfang Dezember, d.h. genau am 3.12.2008 hatten wir 100-jähriges bestehen von Farm Düsternbrook. Gleichzeitig habe ich da ein Farmertag angeboten wo wir das und meine Auszeichnung als landwirtschaftlicher Arbeitgeber des Jahres 2008 gefeiert haben. Es war ein sehr erfolgreicher Tag mit ca. 70 Farmergästen.Noch dazu kam das wir in 2008 also ab Oktober eine sehr sehr gute kleine Regenzeit erlebt haben. Ich habe es noch nie in der Zeit so grün erlebt, es sah so aus wie in der normalen Regenzeit und alle Farmer waren in bester Stimmung.So hat dieses Jahr 2008 sehr schön geendet, nicht zuletzt weil ich noch zu Weihnachten Besuch von meiner Tochter Natalie mit ihrem Freund Bernd, die in China leben, hatte und auch mein kleiner Sohn, Alexander, der in Deutschland lebt war auch da. Da es nicht sooft vorkommt das wir mal zusammen sind war das auch echt toll.
Die traurige Nachricht ist, das ein sehr langer Mitarbeiter, Elias, viele Gäste kennen ihn weil er immer die ganzen Wildbeobachtungsfahrten und Leopard- und Gepardfahrten gemacht hat, ist am 14.1.2009 an Aids gestorben. Das ist ein sehr grosser Verlust und sehr traurig. Seid Mitte Juli 2008 konnte er nicht mehr arbeiten und war bis ende November im Krankenhaus.Er hinterlässt 6 Kinder, wobei zwei erst 4 Jahre alt sind und die anderen sind alle noch in der Schule. Wie das mit den Kindern und der Versorgung weiter geht steht momentan auch noch in den Sternen...und überhaupt was ist wenn seine Frau auch erkrankt ist?

Mit dieser unbeantworteten Frage

Grüsse ich besorgt
23.10.2008 WARNUNG für Credit Karten halter: Es geht hier durch die lokale Presse ein Bericht das im Land ein Syndikat unterwegs ist die versuchen die Angestellten von den Lodges Teil vom Syndikat zu werden zu lassen indem sie illegal die Kredit Karte kopieren und dann die Information weiterleiten um damit dann falsche Kreditkarten herzustellen und das Konto zu belasten. Bei uns ist es nicht vorgekommem aber seien Sie trotzdem im allgemeinen vorsichtig wo immer sie mit der Karte bezahlen.

19.10.2008 Interessiert Sie das ? Hier ist ein Kapitel aus meinem Betriebsspiegel.

Mitgliedschaft, Wettbewerbe (Auszeichnungen), Qualitätskontrolle und Verbesserungen

Mitgliedschaft von Verbänden
Düsternbrook ist eine ländliche kommerzielle Safari Gästefarm. Wir gehören zum Distrikt Okahandja und zur Region Otjijonjupa. Safari Gästefarm heisst wir bieten Uebernachtung an und unsere Aktivitäten basieren auf Natur pur und Erlebnissen mit wildlebenden Tieren. Als landwirtschaftlicher Betrieb ist Düsternbrook Mitglied der Namibischen Landwirtschaftsunion NAU.(NAU=Namnibia Agricultural Union ). Diese Dachorganisation ist untergliedert in regionlae Farmervereine, hier gehören wir zum Windhoeker Farmerverein . Der Farmerverein tagt 4 x im Jahr und das immer auf einer anderen Farm. Grob gesagt ist Vormittags immer der offizielle Teil mit verschiedenen Berichten aus den verschiedenen Sub-kommitees: Rinderwirtschaft, Weidewirtschaft, Fleischwirtschaft, Wild, Feuerbekämpfung und Sonstiges. Nachmittags stellt der Farmer seine Farm vor und meisst gibt es eine kleine Farmrundfahrt wo man sich fette Ochsen oder sonstige Besonderheiten der Farm anschaut. Abends gibt es meisst ein geselliges Barbeque, hier genannt "Braai". Wir sind über 50 Mitglieder und es kommen meisst so um die 70 Personen zum Farmertertag. Der Farmer ist verantwortlich für die Basisversorgung und von den Mitgliedern werden Salate, Nachtisch und Kuchen mitgebracht. Finanzierung über einen Mitgliedsbeitrag. Am 5.ten Dezember 2008 bin ich routinemaessig wieder dran ein Farmertag abzuhalten. Diese Jahr wird er etwas grösser ausfallen weil ich als landwirtschaftlicher Arbeitgeber des Jahres 2008 auch ein Farmertag anbieten muss. Ausserdem wollen wir auch 100 Jahre Düsterbrook feiern.

Zwecks kommunaler Wildbewirtschaftung ist Düsternbrook Mitglied von der Khomas Hochland Hegegemeinschaft KHC( Khomas Hochland Consrvancy). Die Hegegemeinschaft ist ein zusammenschluss angrenzender Farmer mit dem Ziel eine gemeinsame Wildwirtschaft zu betreiben. Unser Gebiet umfasst ca. 20 Farmen und hat eine Grösse von 200 000 ha. Wir sind registriert bei der Natuschutzbehörde MET. ( Ministry of Environment and Tourism). Finanzierung über einen Mitglierdsbeitrag. Die Dachorganisation aller Conservancies heisst CANAM.(Conservancy association of Namibia). Zwecks nachahltiger Wildnutzung sind wir Mitglied vom namibischen Berufsjagdverband NAPHA. ( Namibia professional Hunting association). Dieser Verband ( übrigends der best und grösste Tourismus Verband in Namibia) organisiert alle Jagdführer, Meisterjagdführer und Berufsjäger ) und kümmert sich um dessen Belange. Finanziell ist der Verband sehr gesund. Finanziert wird er durch Mitgliedbeiträge und einem Medailliensystem wenn Trofäen ein bestimmtes Minimum mass erreicht haben. Ein Teil dieser Einnahmen spendet der Verband bedürftigen schwarzen Schulen im ländlichen Bereich für die Anschaffung von z.B. Fotokopiermaschinen usw. Trofäenjagd ist eine spezialisierte Form des Tourismus die dem Land sehr wertvolle Devisen einbringt. Ein Jäger generiert ungefähr soviel Einnahmen wie 10 normale Touristen.

Der Dachverband aller spezialisierten Tourismus verbände wie Hotel, Gästefarmen, Logdes usw, sowie Autoverleih, Tourismusläden und Touroperator heisst FENATA ( Federation of NAmibia Tourist Associations). Finazierung über Mitgliedsbeitrag. Was die reine Uebernachtung und Verpflegung angeht ist Düsternbrook Mitglied vom namibischen Hotelverband HAN.(HAN= Hotel Association of Namibia) . Dieser Verband ist untergliedert in die verschiedenen Uebernachtungskategorien wie: Hotels, Pensionen, Gästefarmen, Tented Camps, Campingplätze usw. Finazierung über Mitgliedsbeiträge. HAN ist auch Mitglierd von FENATA.

Wettbewerbe und Auszeichnungen
Um die Qualität und das Bewusstsein zu schärfen sind in Namibia verschiedene Wettbewerbe ins Leben gerufen worden an den man freiwillig teilnehmen kann. Die erfolgreiche Teilnahme ist einerseits ein Reiz zur Verbesserung und bürgt dadurch für eine gewisse Qualität. Natürlich ist kein System perfekt aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Manche Systeme basieren nur auf Fragebögen die die Gäste ausfüllen und von einer neutralen Organisation ausgewertet werden aber es müssen ein minimum von 50 Gästen daran teilgenommen haben bevor man überhaupt als Teilnehmer in Betracht gezogen wird. Bei anderen Systemen wird man Vorort auf Herz und Nieren geprüft. Hier muss ein Fragebogen beatwortet werden und es kommen die " Inspektoren" auf die Farm die alles überprüfen, entsprechen geringer ist leider dann auch die Teilnahme. Wir haben an folgenden Wettbewerben teilgenommen.

HOTEL AWARD
Die Hotel Association verleiht ein award wie Unterkunft, Service, Essen , Getränke, Empfang usw. beurteilt wird. Dieser wird nur von den Gästen ausgefüllt und eingeschickt. Hier kann man entweder Bronze, Silber oder Gold bekommen. Unser Ergebniss: Wir nehmen hier seid ca. 5 Jahren teil und haben immer entweder Silber oder Bronze bekommen. Unser Ziel ist es in den nächsten 5 Jahren d.h. bis 2013 Gold zu erreichen. Leider ist dieses System nicht ganz "dicht" und wurde vor Jahren schon mal kritisiert da es nicht immer nachprüfbar ist ob es immer nur der Gast war der den Fragebogen ausgefüllt hat.

INTERNE QUALITAETSKONTROLLE
Schon bevor unserer HAN Teilnahme hatte ich einen internen Qualitätskontrolle Fragebogen eingeführt um neutraler zu sehen wo unsere Stärken und Schwächen sind um an denen zu arbeiten. Dieser Fragebogen hat sich als sehr sehr nützlich und wertvoll erwiesen und wir konnten geziehlt an den Stärken und Schwächen arbeiten.
Eine 10 jährige Zusammenfassung der Auswertungen von 1997 bis 2007 hat folgende Ergebnisse gezeigt.

Woher kommen die Gäste: Kamen die Gäste noch 1997 nur aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Holland,Südafrika und und den USA, kommen sie heute, 2007, aus obigen Ländern plus weiteren 21 Ländern.
Informationsquellen: Hatte sich 1997 fast noch fast keiner übers Internet informiert, die meissten Informationsquellen kamen von Mund-zu-Mund, Reiseführer und Agenten so hat heute 2007 das Internet mit (29%), als Informationquelle fast alles überholt. Mund-zu-Mund ist mit fast 19% als Quelle der Buchung ( damals wie heute) ziemlich konstant geblieben. Interessant ist auch das die Reiseführer ( 24%) als Info- und Buchungsquelle auch ziemlich konstant geblieben sind. Stark gefallen, laut dem Fragebogen, sind Informationen über die Agenten. Waren es 1997 noch 19% aller Infoquellen sind es heute bei mir nur noch 7% ( das ist auch ein internationaler Trend wegen dem Internet).
Eine Auswertung der tatsächlichen Buchungen hat jedoch gezeigt das der Anteil der aller Veranstalter ( über 100 in der Zahl ), bei mir wieder steigt bis auf heute (2008) 30% aller Buchungen. Agenturen haben somit ihren festen Platz und sind sehr wichtige Partner. 70% der Gäste buchen direkt, davon wiederum ca. 30% kurzfristig übers Telefon und der Rest übers Internet.

Aktivitäten: Mit heute über 90% Teilnahme aller Gäste ist der Cheetah und Leopard Drive die beliebteste Aktivität, gefolgt von 75% Game Drive, 32% Wanderung und 12% Reiten. Am beliebtesten ist auch im Jahre 2007 mit 92% der Cheetah und Leopard Drive, gefolgt von 80% der Game Drive , 78% die Wanderungen und 70% Reiten. Diese Bewertung ist wenn die Aktivität mit gut bis excellent bewertet wurde.

Steigerungen der Aktivitäten: Die Auswertung hat ergeben der C & L Drive, unsere längste Aktivität, ist über 10 Jahre lang ziemlich konstant mit immer über 90% aller Bewertung von gut bis Excellent geblieben ist. ABER wurde der Game Drive noch 1997 nur von 55% der Gäste von gut bis excellent bewertet, so musste hier einiges getan werden. Die Bewertung kletterte dadurch stetig von 1997 bis 2001 auf über 80% wo es sich nun stabilisiert hat. Das gleiche gilt für die Wanderwege: 1997 nur 65% und schwankend aber seid 2001 liegt sie auch bei über 80%. Das Reiten hat sich auch verbessert aber die Beurteilungen schwanken noch sehr und deswegen ist hier noch Handlungsbedarf.
Mein Ziel ab 2009 bis 2013 ist das sich das Reiten auch konstant verbessert und auch die 90% Marke erreicht.

Ende 2007, also nach der Auswertung, wurde auch schon einiges getan. Die gesamte Darstellung von Information der Aktvitäten für die Gäste. Weiterhin wurden neue Karten GPS getreu für die Wanderwege erstellt. Es wurden kurze Informationskarten über das Wild für die Gäste auf dem Game Drive wurden erstellt. Unsere speziellen nur auf unsere Farm bezogenen Guidebooks über Tiere, Vögel, Bäume und Geologie wurden verbessert. Dann haben wir eine Unterlage genannt "What is What" erstellt, diese informiert über die Geschichte der Farm und über Bilder und Objekte die man im Haus oder Hof sieht. Und natürlich haben wir unsere Information auch über die Pferde und das Reiten verbessert.
Mein Ziel bis 2008 war bei allen Aktivitäten eine konstante Beurteilung von über 80% zu bekommen im Bereich gut bis excellent. Erst wenn die Beurteilungen sich stabilisiert haben und somit konstant sind strebe ich erst das nächste Ziel an.
Als Ziel von 2009 bis 2013 möchte ich eine konstante Beurteilung aller Aktivitäten von über 90% erreichen. Dieses stetige sich verbessern, geht, meines Achtens, gut durch die Rückmeldung der Fragebögen und das man sich Ziele setzt. Um jetzt über 90% zu erreichen muss der nächste Schritt sicher in weiteres Training und Verbesserung des Guiding gehen.

Rezeption, Kundendienst, Service.
Von 1997 bis 2000 war der "Customer service" immer über 70% d.h 70% der Gäste haben ihn mit gut bis sehr gut bewerted, ausser im Jahr 1998 war er auf 65% abgerutscht. Ich weiss nicht was da passiert war ( oft ein Personal wechsel) aber es wurde etwas unternommen denn unser Ziel war bis 2008 das wir immer über 80% bekommen. Ab 2001 haben wir das auch erreicht und in 4 Jahren lag die Bewertung sogar über 90%. Also auch hier haben wir uns kontinuierlich verbessert.
Ziel von 2009 bis 2013: In den nächsten 5 Jahren wollen wir hier immer über 90% erreichen. In diesem Bereich ist es emminent wichtig das das Personal das Gästekontakt hat immer nett und freundlich ist und immer ein lächeln auf den Lippen hat. Der erste Eindruck ist hier ganz besonders wichtig. ABER ich habe auch schon festgestellt das es nicht jedem liegt. Manche Personen lächeln vielleicht weniger aber sind dafür gründlicher in der Arbeit. Ich bin selber gespannt wie ich das erreichen werde. Auch hier haben wie schon mit in-house Training begonnen und noch mehr darauf hingewiesen was oft europäische Gäste erwarten und was sie unter sehr guten Service verstehen usw. Wir werden uns hier sehr grosse Mühe geben um uns noch weiter zu verbessern aber alles hat seine Grenzen und ich bin nicht bedacht den ewigen Meckeren, die sich entschieden haben nur immer das Negative sehen zu wollen und es geradezu akribisch suchen ( die gibt es leider auch, Gott sei Dank weniger wie 1% aller Gäste ) gerecht zu werden. Damit schliesse ich nicht aus das hier natürlich Fehler vorkommen können an denen wir aber, wir wie in der Vergangenheit, lernen wollen um uns zu verbessern.

Verpflegung: 92% unsere Gäste machen Gebrauch von unserem Frühstück und 94% nehmen am Dinner teil, aber nur 27% am Mittagesssen. Das Mittagessen wird viel weniger in Anspruch genommen weil viele entweder noch nicht angereist oder schon abgreist sind. Die Zufriedenheit der Gäste über die Mahlzeiten ist sehr hoch. Frühstück wurde seid 1997 mit immer über 80% bewertet teilweise sogar bis 98%. Der Durchschnitt im Jahr 2007 bei Frühstück und Dinner lag bei 96%. Diner war nicht immer so gut. 1997 lagen wir hier noch nur bei 68%, unser Ziel war es aber über 80% zu erreichen. Es ist dann auch kontinuierlich gestiegen und seid 2001 lagen wir in der Zufriedenheit weit über 80%. Auch hier ist wieder festzustellen ohne diese Fragebögen und deren Auswertung wären diese gezielten Verbesserungen nicht möglich gewesen.
Ziel ab 2009 bis 2013 : weiterhin in der Bewertung konstant über 90% zu bleiben.

Unterkunft/Transfer: Wir messen Gästezimmer, Badezimmer, Esszimmer/Lapa, Pool und Garten, Hof und Transfer service. Unsere Räumlichkeiten sind im allgemeinen gut und auch über die Jahre immer besser geworden. Im Durchschnitt liegen sie in den letzten 4 Jahren über 80%. Aber es gibt hier noch Platz für Verbesserungen besonders betrifft es den Hof , Pool und Garten. Transfer service, den wir früher selber gemacht haben, haben wir komplett abgegeben an ein shuttle service und hier erreichen wir immer fast 100% Bewertung.
Ziel ab 2009 bis 2013: In den nächsten 5 Jahren will ich im Bereich Pool, Hof , Garten auch über 90 % erreichen. Der Anfang ist schon gemacht.Gerade diese Woche im Oktober 2008 habe ich ein Gärtnerteam von 11 Leuten hier gehabt und die haben aber mal so richtig durchgeputzt und alles beschnitten, da sieht man aber jetzt den Unterschied und ich hoffe erst recht wenn alles bisschen nachgewachsen ist und neu ausgeschlagen hat.

ECO AWARD
Um nachaltigen Tourismus zu fördern ermutigt die Welt Kommision für Nachaltige Entwicklung die Regierungen
Streng gegen jeder Form von illegalen, ausbeuterischen oder abwertenden Tourismus aktivitäten vorzugehen.
Sie sollten Information in Bezug auf "sinnvollste Anwendung" (Best Practice) sammeln und verteilen mit dem Ziel positiven und umweltfreundlichen zu befördern und um den (negativen) Einfluss auf das soziale und kulturelle Leben so gering wie möglich zu halten.
Als Reaktion auf die Forderung der Welt Kommision für nachaltige Entwicklung hat die Welttourismusbehörde ( WTO ) empfohlen das jedes Land sollte ein eigenes Programm für umweltnachhaltigen Tourismus ins Leben rufen. Und als Folge wiederum davon wurden in 2005 das namibische ECO Award Konzept entworfen. Diese Konzept hofft eine wichtige Rolle zu spielen um den bewussten Gast zu informieren der wissen sollte welchen Einfluss sein Geld und Art des Urlaubs auf die Umwelt und der hier lebenden Leute hat.
Der namibische Eco award deckt folgende Bereich ab: Umweltschutz, Wassermanagement, Abfall-, Abwasser- und Energiemanagement, Bau- und Landschaftsgestaltung, Guiding, Entwicklung des Personals und soziale Verantwortlichkeit.
Die Bewertung des Awards wird in Anzahl von maximal 5 Blumen vorgenommen. Alle zwei Jahre wird das Resultat erneut von zwei Inspektoren Vorort überprüft. Um überhaupt eine Blume zu erhalten muss eine minimum Anzahl von Punkten erreicht werden. Das Konzept dieses Awards ist sicher momentan das Beste und schwierigste von allen Awards in Namibia, aber es ist auch sehr Personal und Zeitaufwendig mit den entsprechenden Folgeproblemen. Teilnahme ist freiwillig. Aber das Programm hat auch Nachteile z.B. ist es sehr schwierig in unserem weitgefächerten Land und Landschafttypen wenige Kriterien zu finden die für alle gleichermassen gültig sind. Rasen wird z.B negativ gesehen, aber eine Rasenfläche bei mir mit relativen viel Wasser sollte eine andere Aussage haben als eine Rasenfläche in der Wüste. Ein anderes Beispiel ist z.B. ich werde punktemaessig betraft wenn ich hier Wild eingebürgert habe das früher nicht hier war. Akzeptiert. Wenn aber einer in einem Gebiet Pferde und Esel hat die früher auch nicht dort waren wird es akzeptiert. Was ist der Unterschied? Fremd ist Fremd. Dennoch im grossen und ganzen ist es positiv zu sehen.
In allen oben genannten Bereichen sind wir natürlich tätig und tun etwas oder haben Programme: Natur- und Umweltschutz (Bergzebra, Nashorn, Leopard und Gepard)

Wassermanagement: Wasserzufuhr und Verbrauch wir gemessen und Sparvorrichtungen sind installiert; Abwasser, Abfall und Energie: Abwasser wird in Drei Kammer Sickergruben bioligisch gereinigt und jetzt ( noch im Bau Sep 2008) wird noch ein Tricklingfilter nachgeschaltet um dann das Abwasser für den Garten zu recyclen, weil hier in Namibia mit dem wenigen Regen der Garten über 50% vom Gesamtwasserverbrauch aus macht. Wir machen Mülltrennung in 6 Bereiche Dosen, Flaschen, Hartplastik, Weichplastik, Papier und Pappe abgesehen von Küchenabfall. Wir fahren den recyclebaren Müll zurück nach Windhoek wo er dann weiter nach Südafrika transportiert wird. Stromverbrauch wird gemessen und weitgehend sind Sparbirnen ( insgesamt ca 150 ) eingesetzt worden. Bau und Landschaft: Alles wird mit ( lokalen ) Naturstein und Lichtfreundlich gebaut, Vordächer lassen die Zimmer nicht so aufheizen, die gewählte Dachform wirkt isolierend. Bei Neubauten wird der Stil der alten Gebäude eingehalten um den flair zu erhalten oder in englisch nennt man das " sense of place". Es werden keine neuen "fremde" Pflanzen gepflanzt. Guiding: Wir schicken Leute auf Kurse und aber auch training-on-job und ich habe lokale ( farmspezifische ) Guidebücher erstellt mit Information über Tiere, Vögel, Bäume und Geologie hier von der Gegend. Entwicklung des Personals: Alle Mitarbeiter haben Häuser aus Naturstein mit Strom und fliessend Wasser. Personal wird auch auf andere verschiedene Kurse geschickt: Führerschein, erste Hilfe, Kochen, Jagdführer, Camp assistants, Nähen usw.

Soziale Verantwortung: Seid 2006 haben wir einen Kindergarten eingerichtet nur für die Kinder unserer Angestellten, das ganze Trinkgeld, in Uebereinstimmung mit dem Personal, wird nur für Schulzwecke benutzt. Wir stellen Wagen bereit für den Transport für die Schulkinder in den Ferien und an langen Wochenenden.
Unser Ergebnis: Lange bevor 2005 hatte ich schon ein eigenes Programm das viele Bereiche des ECO Award von Umweltschutz bis Personalentwicklung abgedeckt hat. So war es für mich nicht schwierig gleich im ersten Jahr 2005 an dem ECO award Wettbewerb teilzunehmen. Damals als einzige Gästefarm (neben ein paar Lodges) haben wir bereist 3 von 5 Blumen erreicht. Nach 2 Jahren, also 2007, wurde das Ergebnis wieder überprüft und wir haben sicher mehr Punkte erhalten aber die Punktzahl hat den den 3 Blumenbereich nicht überschritten.
Ziel ab 2009 bis 2013. Unser nächstes Ziel ist es daher 4 Blumen in 2008 oder 2009 zu erreichen und bis 2013 werde ich auch versuchen die 5 Blumen zu erreichen. Alle Weichen und Vorbereitungen sind schon teilweise und werden gerade gestellt um dieses Ziel zu erreichen.

AEA AWARD ( Landwirtschaftlicher Arbeitgeber des Jahres)
Angesichts der Tatsache das der ECO AWARD drei Bereiche im Personalmanagement anspricht : Guiding, Entwicklung des Personals und soziale Verantwortlichkeit, war es kein grosser Schritt auch an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Der Vorteil an diesen Wettbewerben teilzunehmen das man sich künstlich durch diese Herausforderung zwingt sicher zu machen das man sich den Anforderungen stellt und auch etwas tut und das man sich auch um bestimmte Schwachstellen geziehlt kümmert um diese zu verbessern.
Der AEA AWARD ( agricultural employer association award ) deckt noch andere Bereich als wie der Eco award ab. Erfüllt man zum Beispiel alle Anforderungen des Gesetzes, hat man Abeitsbeitsverträge, Farmregeln, Anwesendheitslisten, zahlt man regelmässig die Sozialbeiträge, hat man sein Personal freiwillig an einem privaten Pensionsfond angeschlossen usw. eigentlich sind es alles sehr basische und selbstverständliche Aspekte die hier befragt werden. Aber natürlich spielt auch die Art der Unterkunft, Lohn und Anreize sich zu verbessern, sowie die soziale Verantwortung insgesamt eine Rolle. Die Beurteilung wird mittels eines Fragebogen von drei unabhängigen Personen vorgenommen die auf die Farm kommen und sich Vorort alles anschauen. Eine Person ist ein Arbeitsinspektor vom Ministerium für Arbeit und Wohlstand, die zweite Person ist vom Arbeitgeberverband und die dritte Person von der Versicherungsgesellschaft die diesen Award sponsort.

Unser Ergebnis: Dieser Award wurde früher schon mal angeboten wurde dann aber zwischenzeitlich wieder eingestellt und ist dann wieder 2007 neu ins Leben gerufen. Ich habe das erste mal 2007 daran teilgenommen und wurde um einem halben Punkt zweiter um ihn dann 2008 zu gewinnen.
Nachteil von diesem Award, aus meiner Sicht, ist das es nur ein Gewinner und einen Zweiten Gewinner gibt. Besser wäre , wie beim Eco Award, das es verschiedene Stufen ( Blumen ) oder beim HAN award (Medaillien) gibt. So könnte man dann je nach erreichter Punktzahl eine, zwei , drei , vier oder 5 "Schaufeln" erhalten und der Anreiz ist gegeben sich auf sich selber zu verbessern.
Alle Awards streben danach die Qualität in den verschieden Bereichen Service, Umwelt , Arbeitsverhätniss zu verbessern und deswegen finde ich es gut sich dem zu stellen und daran teilzunehmen weil es wie ein Antrieb wirkt eben bisschen mehr zu tun und das Resultat ist dann eindeutig besser für alle Beteiligten.

Ich hoffe dieser Bericht hat Ihnen einen Einblick gegeben wie wir organisiert sind und was wir so alles machen.

Viele grüsse Ihr

Johann Vaatz
17.10.2008. Inzwischen ist hier der Frühling eingekehrt die Bäume habe schon ausgeschlagen und es sieht sehr gut aus. Ansosnsten läuft hier auch alles Bestens und es ist Ruhe. Wettermaessig ist sogar schon ein kleiner Regen angesagt. Die Saison verlief auch sehr gut, Oktober ist ja immer ein Monat der Hochsaison. Der kleine Gepard hatte leider in meiner Abwesendheit eien kleinen Unfall, er hatte sich irgendwie in eine Schnurr verstrickt die ihm das Hinterbein abgeschnürt hat und letztlich das Bein amputiert werden musste. Aber sie ist dennoch wohlauf, kann gut damit umgehen und auch recht schnell Laufen und hat nun auch ein neues grosses Gehege mit vielen Schattenbäumen.
6.7.2008. Nun ist ja wieder einige Zeit vergangen und es ist Gott sei Dank nicht nochmal eingebrochen worden, aber wir haben auch einiges unternommen das ich Ihnen hiermit mitteilen möchte. Zunächst habe ich Wachen eingestellt, die sich die Nacht in der Arbeit teilen, jeder also 5 Stunden. Diese laufen auch mit einem Hund der Abends oder Nachts sicher mehr sieht und hört als ein Mensch.Das sind die Anweisungen und Absprachen die ich hoffe auch eingehalten werden, aber es sind halt wie überall auch nur Menschen. Zusätzlich habe ich jedes Zimmer und jedes Zelt noch einzeln abgesichert mit einer Alarmanlage UND einem Notknopf den man teilweise auch vom Bett drücken kann. Ausserdem sind in allen Schränken, nur als Errinnerung, natürlich auch kleine Safes eingebaut und im Büro haben wir noch einen grossen Safe. Weiterhin habe ich an einigen Stellen Kameras installiert.Ich wünsche mir das diese Massnahmen plus des selbstverantwortlichen Handelns der Gäste dieses Sicherheitsproblem erstmal gelöst hat. Ein Zaun ist noch in Arbeit aber er ist nicht wirklich Unüberrwindbar. Auch sind im "weiteren Feld" nun mehr Kontrollen die ich aber hier nicht einzeln erläutern möchte. Es braucht eben einige Zeit bis alles installiert war, aber nun ist alles fertig.

Der kleine Gepard macht sich wirklich gut und hat sich ganz toll entwickelt.Das Wetter momentan sehr kalt im Inland, wenn Sie also im Juli kommen bringen sie warme Sachen mit.

Mit diesen winterlichen Grüssen von Düsterbrook

Ihr Johann Vaatz
6.5.2008 Seit ca. einem Monat habe ich eien kleinen Gepard am Haus alter circa 4.5 Monate. Dieser Gepard kommt von einem Farmer und er wurde scheinbar ziemlich jämmerlich gehalten, konnte sich nicht richtig bewegen und hatte auch nicht das richtige Futter bekommen. Nach einer tierärztlichen Untersuchung habe ich ihn nun übernommen und wir peppeln ihn hoch. Jetzt ist er fast einen Monat hier und sie glauben garnicht was richtiges Futter und richtige Haltung mit Platz und Auslauf ausmacht. Er bzw sie sieht richtig gut aus und ist kerngesund und ist kaum wiederzuerkennen. Diese Info nur für die Fotografen die mir immer sagen ich soll sie sofort informieren wenn sich hier etwas tut. Und es hat sich etwas getan.

Mit diesem Gepardengruss, Circa, sollte sie heissen

Johann Vaatz

3.5.2008. Stellungsnahme zur Kriminalität in Namibia und bei uns auf Farm Düsternbrook. Kriminalität ist immer eine schlechte Nachricht. Wie Sie wahrscheinlich wahrscheinlich aus der Zeitung oder im Internet entnommen haben wurde schon wieder bei mir eingebrochen. Was ist hier los werden Sie sich Fragen? Zunächst ist ganz sicher fest zustellen das es nicht Mitarbeiter von der Farm sind. Die Einbrecher, die ich mit ziemlicher Sicherheit vermute und kenne leben in Windhoek und lassen sich Nachmittags auf der Teerstrasse die nach Okahandja führt absetzen und laufen dann diese 20 km zu Fuss herein. Das haben bisher jedesmal die Spuren ergeben. Das dauert genau 3 bis 4 Stunden und dann warten sie im Dunkeln ( besser noch mit bisschen Mond) den besten Moment ab.Mal war es Nachts aber auch mal während des Dinners.Das Problem ist die Polizei ist ziemlich Hoffnunglos in dieser Sache. Ende Januar haben wir ihr genau in Windhoek gezeigt wo diese Leute wohnen, haben sie sogar mit unseren Fahrzeugen zur Polizei zwecks Fingerabdrücke gebracht usw. aber es passsiert einfach nichts weiter.Bei den einem der Diebe hatten wir schonmal vor drei Jahren der Polizei geholfen ihn zu fangen als er woanders eingebrochen hatte und sich hier auf einem Aussenposten verstecken wollte. Dann sass er drei Jahre im Gefaengnis und letztes Jahr haben sie ihn wieder laufen lassen. Diese oder ähnliche Szenario sind nicht nur bei mir so sondern es ist in ganz Namibia das gleiche Dilema aber es kommt nicht immer in die Presse. Ueberall hört man wo eingebrochen wurde aber immer passiert nichts von der Polizei. Fairerweise zu Namibia insgesamt muss man dazu sagen es ist auch nicht so das es hier mehr wie woanders auf der Welt ist. Gäste haben mir erzählt Sie sind auf offenber Strasse in Zürich, Spanien, Italien oder Sügfrankreich auch schon ausgeraubt worden. Kommt die Polizei überhaupt? Ja das tut sie ...und dann ? Dann schreibt sie alles schön auf will alles genau wissen. Dann bekommt man diese "Docketnumber" ..und wie mir scheint ist diese Nummer wichtig denn diese Nummer und eine Fotokopie braucht die heimische Versicherung wenn man den Verlust zurückfordern will. Das wars.... keine Spurenaufnahme, nichts, die schauen sich noch nicht mal an wo oder wie eingebrochen wurde oder wieviel Leute dabei waren, nichts. Dann bekommt man nochmal ein Anruf von einer höheren Person wie wichtig man alles nimmt und wie wichtig der Tourismus für Namibia ist und Ende der Vorstellung. Dann wird dieser Bericht und was sonst noch passiert ist der Presse weitergereicht.. und der Fall scheint somit abgeschlossen zu sein. Paar Wochen später liest man dann wieder in der Zeitung wie übervoll die Gefängnisse sind... und man kann daraus schliessen es ist ja gar kein Interesse da diese noch weiter aufzufüllen. "Es gab doch keinen Personenschaden und die Touristen sind meisst gut versichert und bekommen doch alles wieder von der Versicherung zurück. Wo ist also das Problem?" So habe ich das Gefühl wird unausgesprochen gedacht und die Handlungen bestätigen es.

Aus meiner Sicht: Was ist also für Sie zu tun wenn man trotzdem nach Namibia reisen will? Und was ist für mich zu tun wenn ich weiterhin Gäste haben will? Wie Sie sehen ohne Selbstschutz und mehr Selbstverantwortung geht es scheinbar nicht mehr. Hier sind nun meine Hinweise was ich getan habe und tun werde und was Sie hier tun können und auch bevor Sie wegfahren.

Ich habe sofort in den Zimmern kleine Sicherheitschränke (safe) installiert, ausserdem hatten wir schon immer einen grossen zentralen Safe.Beide sind BITTE zu benutzen.Ich habe Wachen eingestellt die mit Funk bis zum Schlafen gehen der Gäste "Wache" laufen. Natürlich habe ich und die Wache auch einen Hund.Die Wache ist aber keine Garantie denn wie mir ein französischer Campingplatzbesitzer gesagt hat warten die Einbrecher oft bis die Wache auf der "anderen" Seite ist und brechen dann ein.Ich werde jedes Zimmer einzeln absichern lassen und Aussen noch ein Bewegungsmelder anbringen lassen der dann ein Sumton im Zimmer abgibt. Ausserdem bin ich schon dabei, mit einem Kollegen aus der nähe, reinkommende Spuren schneller nachzugehen und wir versuchen den Einbrechern "mit anderen Methoden" die ich hier nicht weiter erläutern will auf die Schliche zu kommen.

Was können Sie tun: Erstens schon zu Hause bevor Sie losfahren. Versichern Sie alles was Ihnen wertvoll ist. Machen Sie sich eien Liste mit allen Wertgegenständen inklusive Preis, Serienummer und am besten noch das Gepäck einzeln oder zusammen fotografieren, weil wenn, dann kann man der Polizei gleich zeigen wie alles aussieht usw. Mit der Serienummer von Handies will die Polizei feststellen wie der Handel oder Verkauf von statten geht. Nehmen wir mal an die Polizei versucht es wirklich. Aber so sind Sie besser vorbereitet und die ganze schriftliche Arbeit der Polizei, die sehr viel Zeit kosten kann, geht dann schneller. Bezüglich Fotos würde ich auch mehr aber dafür kleinere Speicherkarten mitnehmen und wenn diese voll sind NICHT zusammen mit den Fotosachen aufbewahren.Denken Sie daran Sie können alles ersetzen aber bestimmte Fotomomente sind einfach einmalig. Deswegen entweder mehr Speicherkarten oder ein separates Speichermedium, memory stick oder was es da so alles gibt. Hier Vorort würde ich Flugticket, Pässe usw im kleinem Safe lagern und Dinge (wie Kamera ) die zu gross sind immer bei sich tragen oder zumindest abends mit zum Essen nehmen und Nachts am Bett festbinden oder in der Mitte unters Bett legen. Einbrecher haben es meisstens eilig die suchen in Schränken Koffern und Taschen aber nicht irgendwo unterm Bett, schon garnicht Nachts. Rucksäcke sind auch sehr beliebt weil da können sie die Wertsachen alle reinmachen und bequem tragen beim zurücklaufen durch den Busch. Mehr fällt mir momentan zu dem Thema nicht ein. Es ist mir ganz sicher nicht angenehm dies alles Ihnen zu schreiben, das können Sie mir glauben, aber seit der Unabhängigkeit steigt die Kleinkriminalität stetig an und man lernt damit zu leben UND bereitet sich halt besser vor, den life goes on, und genau dies (sich vorzubereiten) versuche ich Ihnen hiermit zu vermitteln dann geht man gefasster an die Situation heran und man kann das meisste so verhindern.

damit für heute die besten Grüsse

Ihr Johann Vaatz
18.2.2008. Positiv sind vier Dinge zu vermelden. Ich habe letztes Jahr an einem Wettbewerb "landwirtschaftlicher Arbeitgeber des Jahres 2007" teilgenommen weil ich mehrfach schon wegen meiner Personalpolitik gelobt worden bin. Hier bin ich ganz knapp zweiter geworden nur ein halber Punkt hat mich vom Gewinner getrennt. Weil es so knapp war hat man mir dann auch ein Trostpreis gegeben.Es ist ja nicht nur der Kindergarten sondern sondern meine Mitarbeiter sind auch ja alle schon seid Jahren am Umsatz beteiligt. Meine Mitarbeiter sind heute im Durchschnitt sicher die mit am besten verdienenden in der namibischen Landwirtschaft. Dieses Model von mir wird auch schon mehrfach woanders angewendet.Die sozio-ekonomische Entwicklung die hier in den letzten Jahren stattgefunden hat ist auch ganz enorm für afrikanische Verhältnisse. Mathias, ein junger Schweizer, hat gerade hier in den letzten 3 Monaten seine umweltbezogene Praktikumsarbeit geschrieben in Bezug auf Mülltrennung, Energiemanagement und Wasserverbrauch.In den Grafiken sieht man ganz deutlich wie mit dem höheren Lebenstandard der Mitarbeiter eben auch Energie und Wasserverbrauch ganz enorm gestiegen ist.

Die zweite positive Nachricht ist das ich wie in 2005 jetzt in 2007 wieder den Eco award und auch wieder mit 3 aus 5 Blumen gewonnen habe. Bei den Gästefarmen gibt es überhaupt nur zwei oder drei die bisher einen Award erhalten haben aber auf die 3 der 5 Blumen sind wir recht stolz, weil das ist nicht so einfach ist, da muss schon umwelttechnisch (die Personalpolitik ist hier auch mit eingeschlossen) einges passen. Alle zwei Jahre wird der Award neu überprüft durch ein Fragebogen und einer Inspektion.

Die dritte positive Nachricht ist das unser Team abermals 2007 ein Award von der Hotelassociation von Namibia gewonnen haben, diesmal gab es nur Bronze aber immer hin nun der fünfte Award von der Hotelvereinigung.

Was bin ich eigentlich ein schlechter Marketingmann? Diese ganzen Awards gab es letztes Jahr zwischen Juli und November und jetzt erst im Februar 2008 und fast 4 Monate später mache ich es selber erst bekannt. Hier ist, denke ich, doch viel Raum für Verbesserung? Aber wie sagt der Engländer "better late than never". Und die vierte gute Nachtricht und sicher wichtiger wie alles andere der Regen ist gekommen. Nun sind wir mittendrin aber es waren bange Monate. Irgendwo soll nun stehen: Düsternbrook ist von der Aussnwelt abgeschlossen! So ein Schwachsinn, hier ist noch jeder angekommen und wenn der Wagen zu klein war haben wir sie mit dem 4x4 abgeholt.Also sollten Sie vor einem laufenden Revier stehen einfach anrufen wir holen sie ab.

2007 war das schlechteste Jahr an das ich mich errinnern kann und gut das ich fast keine Rinder mehr habe sonst waere es sehr sehr eng geworden. Ich glaube ich habe noch nie so dringlich auf den Regen gewartet und noch nie so genau hingeschaut wieviel Gras habe ich eigentlich noch. Ich bin so gerade mit einem blauen Auge davon gekommen. Kollegen von mir haben einen LKW plus Anhänger voll mit Gras oder Luzerne pro Woche gefüttert. Bei mir bin ich gerade so mit 500 Ballen Luzerne ausgekommen.Im Januar sah es noch sehr knapp aus aber nun im Februar hatten wir in einer Woche ein paar sehr gute Regenschauer und das Land sieht nun einfach super aus. Es ist nun wunderbar grün und überall blühen die gelben Morgensterne.In die Dämme habe ich zwar noch nicht soviel Wasser bekommen aber Weide ist hier immer das grössere Problem und das sollte nun für 2008 gelöst sein.

Auf der negativen Seite ist zu berichten das die Kriminalität in Namibia seid der Unabhängigkeit eindeutig gestiegen ist. Immer wieder wird davon berichtet.Die Polizei ist halt hier oft ziemlich hoffnungslos. Man kann eigentlich nicht sagen das Sie irgendwo sicherer sind überall ist man heute gleich unsicher selbst wenn es abgelegen ist. In den grösseren Orten ist man jedoch etwas mehr gefährdet. Im internationalen Vergleich ist es in Namibia auch nicht schlimmer, das hilft natürlich auch nichts, deswegen möchte ich Ihnen raten hier genau wie woanders auf anderen Reisen gleich vorsichtig zu sein. Ein Einbruch ist immer eine sehr dumme oder blöde Situation kostet unnötige Zeit. Seien Sie deshalb hier einfach nicht leichtsinning. Wichtige Sachen sollten eben immer verteilt am Körper getragen werden. Das Auto muss eben abgeschlossen werden und Nachts nicht offen gelassen werden. Benutzen Sie kleine Safes in den Schränken oder zentrale grosse Safes bei der Rezeption. Fotos von der Kamera würde ich auch doppelt speichern auf einer Festplatte oder Laptop oder einfach mehr Speicherchips mit bringen. In den Orten nehmen Sie immer diese Carguides. Ich selber nehme immer die Guides und zahle dann so zwischen N$ 3 und N$ 5 die Stunde aber sie müssen registriert sein.

Ansosnsten war letztes Jahr touristisch sehr gut für ganz Namibia nach offieziellen Stastistiken 7% Steigerung. Somit war es auch auch für uns ein gutes Jahr und die bisherigen Buchungen deuten auch auf ein gutes Jahr für 2008. Tip. Wenn Sie schon lange nicht mehr in Namibia waren muss man heute viel früher Flüge und Unterkünfte buchen.Der Wechselkurs steht für Sie auch sehr gut, so ist es heute ca. 25% günstiger wie vor 2 Jahren.

In eigener Sache: Wir haben hier wirklich ein sehr gutes Team über die Jahre aufgebaut, aber es passieren natürlich auch mal Fehler und nicht Jeder ist jeden Tag gleich gut drauf. Ich lese aber machmal im Forum das die Begrüssung hier nicht so herzlich ist. Das kann schon mal sein. Ich habe im Büro zwei Personen Solastiker und Leon. Solastiker ist eher ruhig und introvertiert und wirkt somit nicht so herzlich. Sie ist es aber, sie ist ausserdem in Ihrer Arbeit mit Reservierungen und Buchaltung wirklich sehr effektiv, das ich nicht auf sie verzichetn möchte.Sie beantwortet z.B.sogar teilweise mails in ganz guten Deutsch und hat sich das alles selber beigebracht. Leon ist hier anders und offener. Deswegen meine Bitte: Sie sind doch aus der ersten Welt, viel weltgewandter, weitgereister, erfahrener usw. ist es dann so schwer einfach anders auf so eine zärtliche Person zuzugehen und einfach bisschen Nachsicht zu haben? Wissen Sie das Namibia ca 80 mal ärmer als Deutschland ist, wir können daher nicht auf dem selben Stand sein, aber das Land und wir geben uns die grösste Mühe. Danke. Weil in Afrika nicht alles so durchorganisert usw ist, ist unsere Umwelt dafuer auch noch viel sauberer. Der CO2 Beitrag von ganz Afrika in der Welt ist auch nur 2.5.%, das ist doch heute auch sehr sehr viel Wert, das wir das Weltklima nicht mit verändern aber vielleicht mit am meissten darunter leiden.

Mit den besten Grüssen

Johann Vaatz
Website by Maikel Koopman
Safari Gästefarm Düsternbrook - Namibia